Besenreiser

Der sog. „Besenreiser“ wird von Fachleuten „Besenreiservarikose“ genannt. Diese an sich harmlose Gefäßerkrankung stört einige Patienten, die darum nach Möglichkeiten suchen, von dieser ästhetisch unbefriedigenden Erscheinung befreit zu werden. Tatsächlich kann durch eine Verödungsbehandlung die Situation fast immer deutlich gebessert werden. Da die Besenreiservarikose aber auch durch eine erbliche Veranlagung befördert wird und die Verödung diese natürlich nicht beeinflussen kann und darf, tauchen bei einigen Patienten nach einiger Zeit erneut Besenreiser wieder auf.

Verödung

Die Besenreiser werden von uns mit feinsten Kanülen punktiert. Durch die Kanülen wird in ganz geringen Mengen ein Verödungsmittel eingespritzt, das sog. „Äthoxysklerol“. Es wird – um Überreaktionen zu vermeiden – mit einer Kochsalzlösung verdünnt (das Salz spüren Sie gelegentlich durch leichtes Brennen).

Die Wirkung des Verödungsmittel beruht auf einem Effekt, den man am besten als „Verkleben“ bezeichnen kann, also eine Aneinanderkleben der Venenwände von innen, so dass die unschönen Bruchstellen, die Besenreiser, nach Therapie und Verheilung außen nicht mehr sichtbar sind.

Durch den mechanischen Druck durch Tupfer, die nach dem Veröden auf die Punktionsstelle gedrückt und mit dem Kompressionsverband eingewickelt werden, wird der Druck auf die verödete Region verstärkt und der Verklebungseffekt weiter verstärkt.

Zur Sicherung des Behandlungsergebnisses sollte der Verband 24 Stunden getragen werden und erst danach von Ihnen entfernt werden. Im Normalfall können Sie sofort nach der Behandlung Ihren normalen Tätigkeiten wieder nachgehen; besondere Belastungen (Joggen, lang anhaltendes Stehen; Gewichte mit den Beinen stemmen, längeres Tanzen usw.) sollten Sie jedoch vermeiden.

Laserbehandlung

Komplikationen

Komplikationen bei der Besenreiserbehandlung sind sehr selten und meistens harmlos. Wenn Sie den Verband abnehmen, könnten durchaus noch leichte Blutergüsse vorhanden sein. Diese verschwinden jedoch nach und nach vollständig; je nach Veranlagung kann das mehrere Wochen dauern.

Einige Patienten mit individuellen Überempfindlichkeiten beklagen, dass sich die verödeten Besenreiser braun verfärben. Diese seltene Reaktion vergeht jedoch auch, dauert aber mit sechs Monaten recht lang.

Äußerst selten aber möglich sind allergische Reaktionen auf das Verödungsmittel; häufiger ist eine Unverträglichkeit des Pflasterverbandes, eine unangenehme, jedoch ungefährliche und nach Abnahme des Pflasters schnell abklingende Reaktion.