Hyperhidrose

Schwitzen hat eine lebenswichtige Funktion für unseren Organismus. Es dient der Regulation der Körpertemperatur und kühlt nicht nur die Haut, sondern auch das Innere des Körpers ab. 1–2 % der Deutschen leiden an Hyperhidrose, bei der der Körper permanent und unabhängig von Temperaturen oder Tageszeit übermäßig und unkontrollierbar viel Schweiß produziert. Die Betroffenen empfinden das – subjektiv unterschiedlich, aber objektiv nachvollziehbar – als unangenehm und im sozialen Miteinander im Beruf oder während der Freizeit als oft hochgradig störend. Die Hyperhidrose tritt meistens an den Handflächen oder den Fußsohlen auf, zu 40% in den Achselhöhlen und gelegentlich auch am Kopf (besonders der Stirn) auf. Ursache für die übermäßige Schweißproduktion kann eine Schilddrüsenüberfunktion sein, auch hormonelle Störungen. Meist liegt jedoch keine besondere oder bekannte Ursache vor.

Therapie

Wir setzen zur Bekämpfung der Hyperhidrose den Wirkstoff Botulinum ein, bekannt als Botox, der vielen als Faltenglätter bekannt ist. Botox blockiert den Nervenimpuls zur Produktion von Schweiß und hat sich als schnelle und einfache Behandlung  etabliert. Die Wirkung hält bis zu sechs Monate an; in dieser Zeit sind die behandelten Körperregionen nahezu schweißfrei. Erst danach tritt die Schweißproduktion wieder auf, oft jedoch nicht mehr so intensiv wie vor der Behandlung. Die Therapie kann jederzeit wiederholt werden; das Medikament wird rückstandsfrei vom Körper abgebaut.